Die Marke ist die Botschaft
August 12, 2011
Denn zu allem Überfluß sitzen uns die Marketing-Controller im Nacken, die nicht verste¬hen können oder wollen, warum es für jede kleine Neuheit auch gleich eine neue Marke geben soll. Vom Handel und seinen zukünftigen, noch strengeren – weil zentraleuropäischen – Anforderungen gar nicht zu reden.
Trotzdem muß man fairerweise auch gleich die Gegenfrage stellen: Warum führt die Über-frachtung einer Marke mit zu vielen Produkten und Anwendungsbereichen und zu breit ausgeuferten Sortiment zu einer Verwässerung der Kompetenz, die gleichsam im Einbruch der Glaubwürdigkeit endet?
Markentechnik ist das Thema der Stunde. Aber nicht immer ist es die Ausweitung einer Markenkompetenz. Manchmal – siehe Melitta – ist es umgekehrt. Die Konzentration auf die Kern-bereiche , um nicht an Profil und Prägnanz zu verlieren und in einem Bauchladen zu enden.
Merke: So sehr die Erosion des Markenkerns zur verlockenden Gefahr wird – eine Marke als Spezialist unbegrenzt am Leben zu erhalten, wird in Zukunft die Rechnung oft nicht mehr aufgehen lassen. Die Wahrheit liegt wie so oft in der Mitte.
Ob in lokalen oder internationalen Märkten. Die Entscheidung fängt schon morgens bei der Wahl des Bäckers an. Auch der Bäcker oder Metzger um die Ecke ist in seinem lokalen Markt eine Marke. Es gelten die gleichen Regeln. Die Marke ist die Botschaft.
Alle Aktivitäten zur Schaffung, Pflege und Förderung von Marken sind systematisch auf die Erreichung der absatzpolitischen Ziele auszurichten
Starke Marken sind die Zugpferde in stagnierenden Märkten und bieten einen langfristigen Differenzierungs- und Wettbewerbsvorteil im Kampf um die dauerhafte Nachfrageschwäche. Eine Marke stellt zunächst einen Herkunftsnachweis des Herstellers oder Dienstleisters mit vertrauensaufbauender Wirkung dar. Markenzeichen wie Leitz, Porsche oder Persil garantieren dem Kunden eine gleichbleibend hohe Leistungsqualität und symbolisieren sowohl den Nutzen als auch das Image des Produktes. Marken tragen entscheidend zum Aufbau eines positiven Produktimages bei, unterstützen die dauerhafte Präferenzschaffung gegenüber dem Verbraucher und schaffen eine Vorzugsstellung bei der Kaufentscheidung des Kunden.
Ein Kunde fühlt sich allerdings erst dann dauerhaft an eine Marke gebunden, wenn das Produkt für ihn dauerhaft zuverlässig und besser als die Konkurrenz seinen Nutzen erbringt. Was hat der Kunde davon, ist die Basis der Markenbindung ? Die Kundenzufriedenheit. Sind die Kunden hingegen von den Leistungen einer Marke überzeugt, schlägt sich diese Kundenzufriedenheit in langfristige Markentreue und Kundenbindung nieder.
Zur Erzielung langfristiger Kundenbindung angesichts stagnierender Märkte ist eine strategische Markenführung notwendig..
Eine Marke muß permanent dem Zeitgeist angepaßt werden, um aktuell und somit attraktiv zu bleiben. Die Positionierung des Produktes oder der Dienstleistung muß kontinuierlich auf Änderungen der Präferenzen und Bedürfnisse der Käuferzielgruppen hin überprüft, auf das Markenwahlverfahren der Kunden ausgerichtet und an Änderungen des Wettbewerbumfeldes
Strategische Markenführung ist im Kosumgüterbereich der großen Markenartikler bereits seit Jahrzehnten ein fest etabliertes Führungskonzept des internationalen Marketing.
Im Business-to-business-Bereich, bei Serviceanbietern und Nischenanbietern lassen sich noch bereits Wirkungspotentiale der Marke ausbauen. Auch der Handelsbereich nutzt die „Markenmacht“ zunehmend.
Die strategische Markenführung kann im wettbewerb um stagnierenden Märkte neue Absatzregionen, Kundenzielgruppen und Marktsegment erschließen.
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